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Mitteilung

 
06.09.17 16:09

Havelbus im neuen Rhythmus unterwegs

Pressemitteilungen

Landrat (rechts im Bild) vor den neu angeschafften Gelenkbussen, gemeinsam mit Mathias Köhler, Geschäftsführer von Havelbus, und Elke Nermerich, Erste Beigeordnete im Landkreis

Landrat Roger Lewandowski gab am heutigen Mittwochmorgen den offiziellen Startschuss für den neuen Busfahrplan für Falkensee und Umland. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der kreiseigenen Busgesellschaft Havelbus, Mathias Köhler, und der zuständigen Dezernentin für den ÖPNV, Elke Nermerich, stellte er die eigens für den neuen Fahrplan angeschaffte Busflotte vor.

 

Landrat Roger Lewandowski: „Wir hoffen, nun mehr Bürger dazu bewegen zu können, auf den ÖPNV umzusteigen. Mit jährlich 689.400 zusätzlichen Kilometern auf den Linien in Falkensee und den umliegenden Gemeinden haben wir den ÖPNV noch attraktiver gestaltet."

 

Kernelemente des neuen Konzeptes sind zusätzliche Taktverdichtungen in den Hauptverkehrszeiten von 30 auf 20 Minuten auf den Hauptlinien 651 (Falkensee Bhf. –Schönwalde) und 653 (Falkensee Bhf. – Dallgow-Döberitz Havelpark) sowie die Ausdehnung der Linien in den Abendstunden.
Auch die Verbindung in die Landeshauptstadt wurde verbessert. Bislang verkehrte die Linie 604 zwischen Falkensee und Potsdam nur in der Hauptverkehrszeit (HVZ) im Stundentakt, nicht aber außerhalb dieses Zeitraums. Das ändert sich nunmehr mit Einführung des Konzeptes.

 

Darüber hinaus werden Bereiche erschlossen, die bislang vom ÖPNV abgehängt waren. Dazu gehören der südliche Bereich von Falkensee mit der Straße der Einheit/ Elsterstraße, das Gewerbegebiet Süd und der unmittelbare Bereich des entstehenden Einkaufszentrums SeeCarré. Hier ist die neue Linie 648 mit 10 zusätzlichen Haltestellen entstanden.

 

Auch Brieselang profitiert vom neuen Buskonzept. Die Bürgerbus-Linie 657 ist für die Morgen- und Abendstunden erweitert worden. Das ehrenamtlich gestemmte Angebot der Brieselanger wird von Havelbus in den Randzeiten unterstützt. Die Fahrplankilometer erhöhen sich somit jährlich von 45.557 auf 86.000.

 

Auf den Schülerverkehr wirkt sich das neue Konzept  auch positiv aus. Durch den 20-min-Takt auf den Hauptlinien ergeben sich für Schüler mehr Fahrtmöglichkeiten. Auf den stark belasteten Fahrten werden zudem mehr Gelenkbusse mit höherer Platzkapazität vorgesehen. „Wir können außerdem den lang gehegten Wunsch der Geschwister-Scholl-Schule realisieren und den Unterrichtsbeginn mit Einführung des neuen Buskonzeptes auf 8 Uhr ermöglichen“, so Elke Nermerich, Erste Beigeordnete und zuständige Dezernentin für den ÖPNV im Landkreis.

 

Umgesetzt wird das Konzept vom kreiseigenen Unternehmen Havelbus, das sich für den neuen Fahrplan gut gewappnet fühlt. „Wir sind personell gut aufgestellt. 10 neue Mitarbeiter konnten eingestellt werden, drei weitere sollen folgen, sagte Mathias Köhler, Geschäftsführer von Havelbus. „Außerdem haben wir unsere Fahrzeugflotte um vier Gelenkbusse erweitert.“

Für den Landkreis entstehen mit dem neuen Konzept Mehrkosten in Höhe von zunächst jährlich 700.000 Euro, die sich mit Etablierung des Konzeptes auf 400.000 Euro verringern könnten. Das zumindest sagen die Planer des Konzeptes voraus. 

 

Derweil wird auch der ÖPNV im weiteren Havelland betrachtet. Die Beauftragung eines weiteren Konzeptes wurde durch den Kreistag am 26. Juni beschlossen. Landrat Roger Lewandowski: „Mit der Angebotserweiterung auch im weiteren Havelland wollen wir den ländlichen Raum in seiner Struktur stabilisieren und stärken.“