Landkreis & Verwaltung
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Wirtschaft & Verkehr

Sie finden uns im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes
in Rathenow in der Geschwister-Scholl-Straße 7.

       Wichtige Hinweise:

  • Bringen Sie bitte immer Ihren gültigen Reisepass, Aufenthaltstitel, Ausweisersatz oder Personalausweis mit.
  • Sollten Sie die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, bitten wir Sie, zusammen mit einem Dolmetscher vorzusprechen.
  • Eventuell anfallende Gebühren können nur in bar entrichtet werden.

 

Aufgabenbereiche

  • Erteilung, Verlängerung und Übertragung von Aufenthaltstiteln
  • Ausstellung von Reiseausweisen
  • Ausstellung und Verlängerung von Aufenthaltsgestattungen und Duldungen
  • Beglaubigung von Verpflichtungserklärungen

 

Ansprechpartner           Telefon               Telefax                  E-Mail

Ausländerangelegenheiten, Verpflichtungserklärungen und Einreiseverfahren

Herr Lemme                             03385/551 4624     03385/551 4691   alb@havelland.de

Frau Buttiron-Mba               03385/551 4618     03385/551 4691    alb@havelland.de

Frau Schlode                             03385/551 4608    03385/551 4691    alb@havelland.de

 
 
Asylangelegenheiten

Herr Bublitz                                03385/551 4602   03385/551 4691   alb@havelland.de

Frau Weber                                  03385/551 4614   03385/551 4691   alb@havelland.de

Frau Althöfer                              03385/551 4615   03385/551 4691   alb@havelland.de

 
 
Aufenthaltsbeendigung und freiwillige Ausreise

Herr Wolf                                     03385/551 4603   03385/551 4691   alb@havelland.de

Herr Schulz-Raupach            03385/551 4604   03385/551 4691   alb@havelland.de

Einreise nach Deutschland

 

Allgemeine Passpflicht
Ausländerinnen und Ausländer dürfen nach Deutschland nur einreisen und sich hier aufhalten, wenn sie einen anerkannten und gültigen Pass oder Passersatz besitzen.

Allgemeine Visapflicht
Wer nach Deutschland einreisen möchte, muss grundsätzlich einen gültigen Aufenthaltstitel besitzen. Zu den Aufenthaltstiteln zählt auch das Visum. Bei Beantragung des Visums müssen alle für die Erteilung eines Visums maßgeblichen Angaben gemacht werden. Zuständig sind die Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland in den jeweiligen Herkunftsstaaten.

Generelle Befreiungen
von der Visapflicht Angehörige einiger Staaten können generell ohne Visum einreisen, unabhängig von Zweck und Dauer des beabsichtigten Aufenthalts. Hierzu zählen Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland, Republik Korea und die USA.

Befreiungen von der Visapflicht für Kurzaufenthalte
Für einen Aufenthalt im gemeinsamen Gebiet der Schengen-Staaten von höchstens drei Monaten sind einige Staaten von der Visumspflicht befreit, solange keine Erwerbstätigkeit aufgenommen wird.

Aufenthalt in Deutschland

Aufenthalt in Deutschland

Wichtiger Hinweis: Der Ihnen von der Ausländerbehörde erteilte bzw. verlängerte Aufenthaltstitel (Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis und Daueraufenthalt-EG) wurde bisher als Etikett in Ihren Reisepass eingeklebt.

Seit dem 1. September 2011 wird der "elektronische Aufenthaltstitel" (eAT) als gesondertes Dokument im Kreditkartenformat mit elektronischen Zusatzfunktionen für alle Drittstaatsangehörigen (nicht EU-Bürger) erteilt und ausgehändigt.

Im Karteninneren besitzt der eAT einen kontaktlosen Chip, auf dem biometrische Merkmale (Lichtbild und nach Vollendung des 6. Lebensjahres zwei Fingerabdrücke), Nebenbestimmungen (Auflagen) und persönliche Daten gespeichert sind. Zusätzlich enthält der Chip einen elektronischen Identitätsnachweis sowie die Möglichkeit, eine elektronische Signatur zu nutzen.

Durch die bundesweite Einführung des elektronischen Aufenthaltstitels hat sich das Antragsverfahren verändert. Neben der persönlichen Vorsprache zur Beantragung Ihres Aufenthaltstitels wird eine weitere Vorsprache zur Abholung der Karte erforderlich. Die Vorsprache kann durch Sie selbst oder durch einen Bevollmächtigten erfolgen. Die Vertreterin oder der Vertreter muss die speziell dafür vorgesehene Vollmacht und zusätzlich den Personalausweis oder Reisepass vorlegen.

Wer sich dauerhaft in Deutschland aufhalten möchte, muss neben einem anerkannten und gültigen Pass oder Passersatz grundsätzlich auch einen gültigen Aufenthaltstitel besitzen. Zu den Aufenthaltstiteln zählen

 

  • das Visum,
  • die Blaue Karte EU,
  • die Niederlassungserlaubnis,
  • die Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG und die

Aufenthaltserlaubnis
Eine Aufenthaltserlaubnis kann erteilt werden, wenn die im Aufenthaltsgesetz festgelegten Voraussetzungen erfüllt sind. Hierbei kommt es im Wesentlichen auf den Aufenthaltszweck an:

 

  • Ausbildung
  • Erwerbstätigkeit
  • Familiennachzug
  • humanitäre Aufenthalte
  • besondere Aufenthaltsrechte

Die bis zum In-Kraft-Treten des Aufenthaltsgesetzes (1. Januar 2005) erteilten und noch gültigen Aufenthaltsbewilligungen und -befugnisse gelten fort als Aufenthaltserlaubnis, die unbefristeten Aufenthaltserlaubnisse und die Aufenthaltsberechtigungen als Niederlassungserlaubnis, jeweils entsprechend dem ursprünglichen Aufenthaltszweck.

Ein für den Aufenthalt in Deutschland erforderlicher Aufenthaltstitel muss rechtzeitig (vor Ablauf des rechtmäßigen Aufenthalts) bei der Ausländerbehörde des Wohnsitzes beantragt werden.

Integration

Ein Ziel des am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Aufenthaltsgesetzes ist es, die Integration von rechtmäßig auf Dauer im Bundesgebiet lebenden Ausländerinnen und Ausländern in das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Bundesrepublik Deutschland zu fördern und zu fordern.

Für die Erteilung einiger Aufenthaltstitel sowie für eine Einbürgerung wird neben Kenntnissen der deutschen Sprache auch verlangt, dass Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet vorhanden sind.

Eingliederungsbemühungen werden durch ein Grundangebot zur Integration unterstützt. Bestimmte Personen werden verpflichtet, an Integrationsmaßnahmen teilzunehmen, nämlich an einem
Integrationskurs.

Ein Integrationskurs umfasst einen
Sprachkurs

zur Erlangung ausreichender Sprachkenntnisse sowie einen
Orientierungskurs

zur Vermittlung von Kenntnissen der Rechtsordnung, der Kultur und der Geschichte in Deutschland.

EU-Service

Wichtiger Hinweis: Die Freizügigkeitsbescheinigung wurde durch das Gesetz zur Änderung des Freizügigkeitsgesetzes/EU und weiterer aufenthaltsrechtlicher Vorschriften mit Wirkung vom 29. Januar 2013 ersatzlos abgeschafft.

Angehörige von Staaten der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) benötigen für die Einreise und den Aufenthalt einen anerkannten, gültigen Pass oder Passersatz (Personalausweis). Visum- oder Aufenthaltserlaubnispflicht besteht nicht.

Die EU und EWR Staaten
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

Angehörige dieser Staaten haben in den ersten drei Monaten ab Einreise ein uneingeschränktes Aufenthaltsrecht. Spätestens dann müssen sie eine der so genannten Freizügigkeitsvoraussetzungen erfüllen, um weiteres Aufenthaltsrecht zu haben.

Wer kann freizügigkeitsberechtigt sein?

 

  • Erwerbstätige (selbständig oder unselbständig),
  • nicht Erwerbstätige (z. B. Studenten),
  • Familienangehörige (auch aus nicht EU/EWR-Staaten) oder
  • Daueraufenthaltsberechtigte (nach 5 Jahren)

Freizügigkeit wird nur unter der Voraussetzung gewährt, dass keine Gründe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung entgegenstehen (z. B. wegen schwerer Straftaten).

Sonderregelungen für Schweizer Staatsangehörige
Zwischen der EU und der Schweiz besteht eine Vereinbarung, nach der Staatsangehörigen der Schweiz ein Aufenthaltsrecht eingeräumt wird, das dem von EU-Bürgerinnen und -Bürgern annähernd gleichgestellt ist.

Verpflichtungserklärung für visumpflichtige Besuchsreisen in die Bundesrepublik Deutschland

1. Allgemeine Informationen
Die meisten deutschen Auslandsvertretungen (Botschaft oder Generalkonsulat) verlangen vor Erteilung eines Visums für Besuchsreisen die Vorlage einer Verpflichtungserklärung. Bei der Verpflichtungserklärung muss sich der Gastgeber bzw. die Gastgeberin bei der für seinen/ihren Wohnort zuständigen Ausländerbehörde verpflichten, für den gesamten Lebensunterhalt des Gastes während dessen Aufenthalt in Deutschland, einschließlich der Versorgung mit Wohnung und auch im eventuellen Krankheitsfall oder bei Pflegebedürftigkeit, aufzukommen. Diese Verpflichtungserklärung muss schriftlich erfolgen und wird auf einem entsprechenden Antrag als fälschungssicheres, bundeseinheitliches Dokument ausgestellt.

2. Erforderliche Unterlagen
Die Ausländerbehörde ist gehalten, eine Bonitätsprüfung des Gastgebers bzw. der Gastgeberin durchzuführen und dies auf dem Vordruck zu vermerken. Für diese Überprüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit benötigt die Ausländerbehörde entsprechende Nachweise. Der Gastgeber bzw. die Gastgeberin hat zur Überprüfung der Bonität hierzu insbesondere folgende Unterlagen vorzulegen:

 

  • einen gültigen Reisepass oder Personalausweis
  • das vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antragsformular
  • Einkommensnachweise der letzten 3 Monate, bei Selbständigen eine Bescheinigung vom Steuerberater und den letzten Einkommenssteuerbescheid vom Finanzamt
  • bei Mietwohnung: Mietvertrag und die letzte Betriebskostenabrechnung
  • bei Wohneigentum: Höhe der Schuldzinsen, Nachweis über Kosten für: Heizung, Schornsteinfeger, Wasser, Abwasser und Gebäudeversicherung
  • andere Einkommensnachweise (z.B. die letzten 2 Rentenbescheide)

Für den Antrag auf eine Verpflichtungserklärung muss der Gastgeber bzw. die Gastgeberin seine/ihre Personalien und die Personalien des Gastes und dessen Passnummer und Heimatanschrift in das Antragsformular eintragen.

3. Weitere Hinweise
Das Original der Verpflichtungserklärung wird dem Gastgeber bzw. der Gastgeberin nach Ausfertigung ausgehändigt. Diese Erklärung muss an den Gast weitergeleitet werden, da diese im Rahmen des Visumverfahrens bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung vorzulegen ist.

Da die Unterschrift des Gastgebers bzw. der Gastgeberin beglaubigt werden muss, ist das persönliche Erscheinen des Gastgebers bzw. der Gastgeberin bei der Ausländerbehörde erforderlich. Die Abgabe einer Verpflichtungserklärung mittels Vertretervollmacht ist nicht möglich! Die Annahme einer Verpflichtungserklärung begründet keinen Anspruch auf Erteilung eines Visums!

4. Gültigkeitsdauer der Verpflichtungserklärung
Die aus der Verpflichtungserklärung resultierende Verpflichtung erstreckt sich unabhängig von der Dauer des zugrunde liegenden Aufenthaltes auf den gesamten sich an die Einreise anschließenden Aufenthalt, auch auf die Zeiträume eines möglichen illegalen Aufenthaltes. Im Regelfall endet die Verpflichtung mit Ende des vorgesehenen Gesamtaufenthaltes oder dann, wenn der ursprüngliche Aufenthaltszweck durch einen anderen ersetzt und dafür ein neuer Aufenthaltstitel erteilt wurde.

5. Gebühren
Für die Beglaubigung einer Verpflichtungserklärung beträgt die Gebühr 29,00 Euro. Bitte beachten Sie, dass die Gebühr nur in bar entrichtet werden kann!

6. Formular
Das Antragsformular können Sie hier Herunterladen.