06.11.2006 - Klare Vorgaben für Schulreihenuntersuchungen -
Fachgespräch mit Kinderärzten bei Landrat Schröder„Die Schulreihenuntersuchungen im Landkreis werden von Fachpersonal vorgenommen. Das ist in unserem Vertrag
mit den Havellandkliniken klar geregelt“. Das betont Fachdezernentin Margarethe von Fintel vor dem Hintergrund der Kreisausschusssitzung in der vergangenen Woche. Dort wurde insbesondere von der FDP-Fraktion die Sorge
geäußert, der Klinik GmbH werde bei Schulreihenuntersuchungen die Möglichkeit eingeräumt, statt fachlich ausgebildeter Kinderärzte medizinisches Helferinnenpersonal mit diesen Aufgaben zu betrauen. Margarethe von Fintel
verweist in diesem Zusammenhang auf den Vertragstext, der das ausschließt. So wird wörtlich ausgeführt, dass ein Arzt dann hinreichend qualifiziert für die Untersuchungen ist, wenn er eine abgeschlossene Facharztausbildung für
Kinder- und Jugendmedizin nachweisen kann oder sich wenigstens im zweiten Facharztausbildungsjahr befindet. (§2, Absatz 3). Diese vertragliche Bestimmung gründet sich auf das Gesundheitsdienstgesetz des Landes Brandenburg und
die dazu gehörenden Verordnungen des zuständigen Fachministeriums. „Darin ist festgelegt, dass die Untersuchungen von ärztlichem Personal ausgeführt werden müssen. Soweit Schwestern und Helfer bestimmte Aufgaben ausführen, wie z.B.
die Seh- und Hörteste, unterliegen sie dabei der ärztlichen Aufsicht des gleichzeitig anwesenden Kinder- und Jugendarztes“, erläutert von Fintel. Jeder, der sich noch an seine Schuluntersuchungen erinnern könne, wird auch an
die Schwester denken, die das Gewicht und die Größe gemessen hat. Dieser Ablauf ist korrekt und wird generell so gehandhabt. Die FDP-Kritik nahm auch Bezug auf veröffentlichte Besorgnisse von Falkenseer Kinderärzten anlässlich
der Gründung des „Lokalen Netzwerks für gesunde Kinder“ im Havelland. Ende des Monats treffen sich Landrat Dr. Schröder und die Ärzte auf Initiative des Landrates zu einem Gespräch. „Wir haben ein gemeinsames Ziel; eine
qualitativ gute und rechtzeitige Förderung der Gesundheit aller Kinder und Jugendlichen im Havelland“, so Schröder. Deshalb sei er optimistisch, dass in einem Gespräch mit niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten deren
Befürchtungen offen besprochen und ausgeräumt werden können. |