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Neue Schulentwicklungsplanung vorgestellt

Landrat und Erste Beigeordnete haben am Dienstagvormittag die neue Schulentwicklungsplanung für das Havelland vorgestellt

Landrat Roger Lewandowski und die Erste Beigeordnete und Bildungsdezernentin Elke Nermerich stellten in einem Pressegespräch am Dienstag, den 7. Februar 2017, die neue Schulentwicklungsplanung vor, die der Landkreis alle fünf Jahre fortschreibt.

 

Das Ergebnis der aktuellen Schulentwicklungsplanung für den Zeitraum der Schuljahre 2017/2018 bis 2021/2022 ist, so Landrat Roger Lewandowski, "gekennzeichnet von insgesamt steigenden Schülerzahlen im gesamten Landkreis".

 

Der Anstieg werde zunächst in den Grundschulen erwartet, da die geburtenstarken Jahrgänge der letzten Jahre zunehmend das Schulalter erreichen. Die Grundschulen seien aber gut aufgestellt und könnten dem Zuwachs an Schülern entsprechend begegnen. Schulträger, bei denen laut Planung räumliche Engpässe zu erwarten sind, wie Dallgow-Döberitz, Wustermark und auch Premnitz, hätten bereits selbst erste Schritte zur Kapazitätserweiterung eingeleitet, so der Landrat.

 

Auch bei den weiterführenden allgemein bildenden Schulen sei bei gleichbleibender Anzahl an Empfehlungen zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife zu erwarten, dass an einzelnen  Schulen im gesamten Havelland zeitweilige Aufnahmen über die reguläre Zügigkeit hinaus in die Jahrgangsstufe 7 erforderlich werden.

 

Zum Ende des Planungszeitraumes rechnet der Landkreis mit einem Anstieg der Schülerzahlen in den weiterführenden allgemein bildenden Schulen beginnend in der Jahrgangsstufe 7.
Zum Schuljahr 2020/21 werden hier insbesondere im Berliner Umland erste Engpässe für Schüler, die die allgemeine Hochschulreife erwerben wollen, erwartet. Aus diesem Grund plant der Landkreis, einen weiteren Schulstandort, der das Angebot einer Sekundarstufe II führt, zu eröffnen.

 

„Die Kreisverwaltung sieht vor, eine bestehende Oberschule zu schließen und gleichzeitig eine größere Gesamtschule am Standort der Oberschule zu errichten“, sagte Landrat Lewandowski. Favorisiert für diese Maßnahme wird mit Blick auf die erwarteten Schülerzahlen und Schülerströme der Standort Brieselang. „Diese Möglichkeit wurde mit der Gemeinde in einer ersten Beratung erörtert; die grundsätzliche Bereitschaft, sich dieser Herausforderung zu stellen, wurde uns seitens der Gemeinde signalisiert.“

 

Die Erste Beigeordnete und Bildungsdezernentin Elke Nermerich fügte hinzu: „Der Standort Brieselang lässt einen Schulbesuch aus Brieselang selbst, aber auch aus Schönwalde-Glien, aus Dallgow-Döberitz und Falkensee unproblematisch zu. Andere bestehende Oberschulen wie zum Beispiel Ketzin, Elstal und Nauen sollten aufgrund der anwachsenden Schülerzahlen im gesamten Landkreis Havelland durch diese Schulerrichtung nicht gefährdet werden.“

 

81 Exemplare der 104-Seiten starken Schulentwicklungsplanung wurden heute von der Kreisverwaltung verschickt. Bevor die Planung am 8. Mai im Kreistag beschlossen wird, müssen die kreisangehörigen Schulträger sowie die benachbarten Kreise und Bundesländer in einem Benehmensverfahren beteiligt werden.