08.09.2006 - Tag der Zahngesundheit - Teens zeigen Zähne - www.be-kuessed.de Alljährlich wird am 25. September der Tag der Zahngesundheit bundesweit begangen. Unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund- HipHop für die Zähne!“ wenden sich die Veranstalter
diesmal insbesondere an die Jugendlichen. Karies ist nach wie vor ein Problem der ersten zwanzig Lebensjahre, obwohl der Gesetzgeber schon seit Jahren gute Rahmenbedingungen geschaffen hat. Zweimal im Jahr bis zum 18. Geburtstag
trägt die Krankenkasse die Kosten für umfangreichere Vorsorgeuntersuchungen (ohne Praxisgebühr). Neue Backenzähne werden zum Schutz vor Karies versiegelt. Eine notwendige kieferorthopädische Behandlung wird von den Krankenkassen
bis zum 18. Lebensjahr übernommen, der Eigenanteil der Eltern wird nach erfolgreich abgeschlossener Behandlung zurückerstattet. In Kindereinrichtungen und Schulen widmen sich Erzieherinnen, Lehrer und der Zahnärztliche Dienst
ebenfalls mit Eifer dem Thema Zahngesundheit. Und doch wird Karies zunehmend eine soziale Erkrankung. Während ein Drittel aller 16-Jährigen im Land Brandenburg ein naturgesundes Gebiss hat, „produziert“ etwa jeder 5.
Jugendliche besonders viele kranke Zähne. Dabei gibt es an Ober- und Förderschulen mehr kariöse Zähne und weniger „Zahnspangen“ als an Gymnasien. Hier zeigen sich deutlich Unterschiede im Bewusstsein und der Kompetenz. Das
Jugendalter ist eine problematische Phase. Eine attraktive äußere Erscheinung ist weitaus wichtiger als Gesundheit. Das moderne Freizeit- und Konsumverhalten beinhaltet aber leider viele gesundheitlich ungünstige Aspekte:
Wer nach Mitternacht aus der Disco kommt, ist meist zu müde zum Zähneputzen. Zucker aus Cola und Alcopops bleiben im klebrigen Zahnbelag und so können Kariesbakterien schädliche Säure produzieren, die Löcher im Zahnschmelz bewirkt.
Oft findet sich auch morgens vor der Schule nicht die Zeit zum Essen und zur anschließenden Zahnpflege. Das Schulfrühstück ist längst nicht zuckerarm und kauintensiv, wie empfohlen. Ein fett- und zuckerreicher Snack und dazu
noch schnell ein paar Züge am Glimmstängel sind schon obligatorisch. Vitamine werden oft nur in Säften und Trendgetränken über den Tag konsumiert. Da ist nicht nur Zucker drin, sondern auch jede Menge Säuerungsmittel. Der
Zahnschmelz nimmt diese Zutaten bei Dauergebrauch übel, er wird als schützende Schicht immer dünner. 30% der 16-Jährigen im Land Brandenburg zeigen, dass es auch anders geht! Sie haben gute Chancen, mit
achtzehn Jahren in den „Club der Kariesfreien“ aufgenommen zu werden. Die früher erworbene und beibehaltene Gewohnheit, mindestens zweimal täglich die Zähne gründlich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta zu reinigen, zwischendurch
eher mal Wasser oder Schorle zu trinken und einen zuckerfreien Kaugummi zu kauen statt ständig Süßes im Mund zu haben, hat sicher dazu beigetragen. Dazu kommt noch der halbjährliche kostenlose Zahnarztbesuch zwecks Kontrolle und
Inanspruchnahme der vorbeugenden Leistungen. Alles keine großen, aufwändigen Sachen, aber mit welchem Ergebnis: Ein gepflegter Mund mit schönen Zähnen ohne Muffelgeruch macht attraktiv, auch erfolgreich (beim anderen
Geschlecht und der Bewerbung), bringt Selbstsicherheit und Lebensfreude, zeigt Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Jeder hat die Chance dafür! Daran zu erinnern und Wege aufzuzeigen, auch über die Internetadresse www.be-kuessed.de, ist Anliegen des diesjährigen Tages
der Zahngesundheit. |