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Zwei Tage unterwegs in Nauen

Die Ortsbereisung des Landrates führte ihn zwei Tage lang nach Nauen.

Kinder, Jugend und Kultur - zwei Tage lang hat Landrat Roger Lewandowski Nauen besucht, um gemeinsam mit Bürgermeister Manuel Meger die Stadt und ihre Ortsteile besser kennenzulernen und mit Einwohnern und Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Eines der ersten Ziele der Rundreise war der Jugendhof in Berge. Dort, auf einem 100 Hektar großen Gelände, werden aktuell 16 Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren von 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut.

Die stationäre Jugendhilfe für die Jungen und Mädchen mit Verhaltensauffälligkeiten bietet ihnen feste Strukturen und wenn benötigt auch Hausunterricht, berichtete die Geschäftsführerin Gudrun Klinner. Anschließend besuchte der Landrat den SV Germania 90 Berge e.V., der im vergangenen Jahr vom Goldenen Plan des Landkreises profitiert hatte, und die Kirche „Peter und Paul“.

In der Kita „Luchwichtel“ in Lietzow informierte sich Roger Lewandowski über die Pläne der von einem Familienverein geführten Einrichtung, in der 60 Kinder betreut werden. Das Konzept sei so überzeugend, dass die Kita voll belegt sei und täglich Eltern nach einem Platz fragen würden, berichtet die Kita-Leiterin Heike Riegel. Vor allem fehlendes Personal stellt die Verantwortlichen dabei immer wieder vor eine Herausforderung. „Im kommenden Jahr werden die ersten Erzieherinnen und Erzieher am OSZ Friesack ihren Abschluss machen. Ich hoffe, wir können die frischen Fachkräfte für eine Tätigkeit im Landkreis begeistern und damit den Mangel an Erzieherinnen und Erziehern etwas mindern“, äußerte der Landrat.

Insgesamt standen vier Dorfgemeinschaftshäuser auf dem Besuchsplan der beiden Tage (in Wachow, Tietzow, Kienberg und Groß Behnitz). Jedes der Häuser verfolgt ein anderes Konzept und soll in den kommenden Jahren zum zentralen Treffpunkt der Orte werden.

Den Abschluss des Ortsbesuches in Nauen bildete das Hotel Lavendelhof, zu dem auch der Eselhof gehört. Geschäftsführerin Dr. Elke Zakel führte die Besucher durch das Haus. Derzeit werden die Zimmer hauptsächlich von Geschäftsreisenden gebucht. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Havelland-Radweg wünscht sich die Geschäftsführerin allerdings eine bessere touristische Anbindung, denn das Hotel ist besonders radfahrerfreundlich und verfügt über das Bett+Bike-Zertifikat.