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27. September 2018 - Expertenworkshop zur Elektromobilität

Prof. Häusler von GRETAS GmbH erläutert die Vorgehensweisen der geografischen Analyse

Vertreter aus Kommunen, Landkreis und Land sind am 27. September in Nauen für einen Expertenworkshop zusammengekommen, um die ersten Ergebnisse der Arbeiten am Elektromobilitätskonzept für den Landkreis Havelland zu diskutieren. Zur fachlichen Unterstützung des Vorhabens waren auch die regionalen Energieversorger geladen. Die Erarbeitung des Elektromobilitätskonzepts erfolgt durch die PwC GmbH in Zusammenarbeit mit der GRETAS GmbH und wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Auf der Agenda des Expertenworkshops stand der Austausch zu ersten Ergebnissen der geografischen Analysen für die Standorte von Ladepunkten im Landkreis. Mittels der Untersuchungen sollen die Räume in der Region identifiziert werden, in denen Bedarfe für das Laden von Elektrofahrzeugen heute schon bestehen oder perspektivisch bestehen werden. Des Weiteren wurden die Voraussetzungen für die Installation und den Betrieb von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum besprochen. Im Fokus stand dabei die Abstimmung von Entscheidungsgrundlagen, um den Gemeinden des Landkreises einen koordinierten Aufbau von öffentlich-zugänglichen Ladeeinrichtungen zu ermöglichen. 

In dem Austausch über die verschiedenen Ebenen hinweg konnten vielversprechende Ansätze herausgearbeitet werden, die im weiteren Projektablauf durch PwC und GRETAS aufbereitet und verfeinert werden. Die Fertigstellung und Veröffentlichung des Elektromobilitätskonzepts erfolgt voraussichtlich im 1. Halbjahr 2019.

 

14. März 2018 - Studie zur Untersuchung des Speicherbedarfs auf Nauener Platte fertiggestellt

Die Studie zur Untersuchung des Speicherbedarfes im Bereich der Nauener Platte wurde fertig gestellt. Die Ergebnisse wurden am 23. Februar 2018 öffentlich im Kreishaus Nauen vorgestellt.

Die Stromerzeugung auf der Nauener Platte erfolgt ausschließlich aus erneuerbaren Energien, wobei der Windenergie bei 194 Bestandsanlagen mit einer Gesamtleistung von 338 MW im Jahr 2015 eine ganz besondere Rolle zukommt. Weiterhin existieren vor Ort Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 20,3 MW und Biogasanlagen zur Stromerzeugung mit insgesamt 4,6 MW elektrischer Leistung.

Ein erheblicher Anteil, der durch Wind, Sonne und Biomasse generierten Energie kann nicht in die Netze eingespeist werden. Grund hierfür sind zum Teil die bislang fehlenden Möglichkeiten die generierte Energie mechanisch oder chemisch zwischen zu speichern.

Wann wie viel dieses Überschussstroms aufgrund der lokalen Gegebenheiten ungenutzt bleibt und wie hoch der Bedarf an Energiespeicherung ist, hat der Landkreis Havelland im Jahr 2017 ermitteln lassen.  Des Weiteren wurde ermittelt, welche Speichertechnologien zum Einsatz kommen sollten. Die Ergebnisse sind in der Studie einsehbar. Die Zusammenfassung am Anfang gibt einen strukturierten und knappen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse.

 

15. März 2017 - Klimawandel im Klassenzimmer

Die jungen Klimaschützer vor dem Kreishaus gemeinsam mit Landrat Roger Lewandowski und Umweltdezernent Dr. Henning Kellner (obere Reihe)

Zum feierlichen Abschluss des kreislichen Energiesparprojektes an Schulen kamen am Mittwochvormittag sieben der acht teilnehmenden Schulen im Kreishaus Rathenow zusammen, um Bilanz zu ziehen. Belohnt für ihr Engagement wurden alle teilnehmenden Schulen von Landrat Roger Lewandowski und Umweltdezernent Dr. Henning Kellner mit einer Urkunde und einer Prämie.

Insgesamt haben alle am Energiesparprojekt beteiligten Schulen seit Projektbeginn im Jahr 2014 im Durchschnitt eine Gesamtenergieeinsparung von sieben Prozent erreicht. Landrat Roger Lewandowski zeigte sich in seiner Begrüßung beeindruckt vom Engagement der havelländischen Schüler: „Alle Schulen haben eine CO2-Einsparung von insgesamt 100 Tonnen erwirtschaftet, was dem jährlichen Stromverbrauch von 55 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Ihr habt damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt und unserer Heimat geleistet.“

Das Energiesparprojekt an den Schulen ist eine Schlüsselmaßnahme des Klimaschutzkonzeptes des Landkreises, das im September 2013 vom Kreistag beschlossen wurde. Darin festgelegt wurde unter anderem die Senkung des Energieverbrauches im Kreis. „Wir sind unserem Ziel mit Eurer Hilfe ein Stück näher gekommen“, bedankte sich der Landrat bei den Schülerinnen und Schülern.

Die teilnehmenden Schulen haben sich im Projektzeitraum von drei Schuljahren intensiv mit dem Thema Energiesparen auseinandergesetzt, Energieteams gebildet und mithilfe von Messungen und Analysen Maßnahmen entwickelt, mit denen zeitnah Energieeinsparungen herbeigeführt werden konnten. Unterstützt wurden sie dabei vom Berliner Unabhängigen Institut für Umweltfragen, das der Landkreis mit der Projektumsetzung beauftragt hatte.

„Schulbester“ beim Energiesparen wurde die Kleine Grundschule Hohennauen, die ein Einsparpotenzial von 18 Prozent erreicht hat.

Insgesamt nahmen folgende Schulen am Energiesparprojekt teil:
1. Marie-Curie Gymnasium Dallgow-Döberitz
2. OSZ Havelland Nauen/ Rathenow/ Friesack
3. Grundschule und Oberschule der Kooperationsschule Friesack
4. Förderschule „Havellandschule“
5. Förderschule „Spektrum“
6. Kleine Grundschule Hohennauen
7. Grundschule am Wasserturm Dallgow-Döberitz
8. Oberschule Falkensee

24. Februar 2017 - Energiesparangebote für das Havelland

Robert Kausmann vom Klimaschutzmanagement des Landkreises und Stefan Seewald von der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming vor dem Energiesparhäuschen, das ab sofort im Bürgerservicebüro des Landkreises in Falkensee aufgestellt ist.

Wie kann ich meinen Stromverbrauch senken und zukünftig Kosten sparen? Auf diese und weitere Fragen zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz gibt ab sofort das interaktive Energie-Infohäuschen im Bürgerservice-Büro Falkensee Auskunft. „Haushalte könnten jährlich bis zu 1.200 Euro an Energiekosten einsparen, wenn man um den Stromverbrauch von Geräten weiß und Energiesparpotentiale nutzt“, sagt Robert Kausmann, Sachbearbeiter im Klimaschutz des Landkreises.

Über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) können sich Interessierte über lokale Klimaschutzinitiativen informieren, nützliche Energiespartipps erhalten und ihr Wissen in einem Energiequiz testen.

Zusammen mit der Regionalen Planungsstelle Havelland-Fläming, die das Energie-Infohäuschen bereitstellt, wirbt der Landkreis Havelland nun dafür, dieses Angebot zu nutzen. „Das ist gut fürs Klima und den Geldbeutel“, so Kausmann.

Zu weiteren Maßnahmen, mit denen die Kreisverwaltung die Bürger zum Energiesparen und zur aktiven Teilnahme am Klimaschutz anregen und unterstützen möchte, gehören das Solardachkataster, das die Effizienz einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach errechnet und die Bereitstellung kostenloser Stromsparchecks für einkommensschwache Haushalte.

Veranstaltungskalender

15. Juni 2017 - Feldtag im Westhavelland (jetzt anmelden!)

Die Kreisverwaltung und der Kreisbauernverband Havelland laden zum ersten gemeinsamen Feldtag im Westhavelland am 15. Juni 2017 ein. Die Praxisschulung für Landwirte zu Methoden der Humus-Regeneration wird von Dipl.- Ing. Dietmar Näser vom Büro für regenerative Landwirtschaft "Grüne Brücke" geleitet und findet auf den Flächen von biologischen und konventionellen Landwirtschaftsbetrieben in und um Gülpe (Westhavelland) statt.

Um eine verbindliche Anmeldung beim Klimaschutzmanager des Landkreises Herrn Martin Thiele (03321 - 403 5435 oder Martin.thiele@havelland.de) bis zum 10. Juni 2017 wird gebeten.