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Hintergrundwissen

Ziel der Bundesregierung ist es Leitanbieter und Leitmarkt für die Elektromobilität zu werden. Dazu sollen bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Bei 45 Millionen zugelassenen Pkws im Jahr 2016 entspricht dies einem Elektrifizierungsgrad von zwei Prozent. Aktuell fahren knapp 60.000 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb in Deutschland. Für den Landkreis Havelland würde dies bedeuten von den rund 85.000 im Landkreis zugelassenen Pkws mindestens 1.900 auf Elektroantriebe umzustellen. Derzeit sind schon 126 Elektrofahrzeuge angemeldet.

Deutschland verfügte Mitte 2017 insgesamt über 10.700 öffentlich-zugängliche Ladepunkte an 4.730 Ladesäulen zur Verfügung. Über die Hälfte dieser öffentlich-zugänglichen Ladepunkte befinden sich in den drei Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Bundesland Brandenburg befinden sich davon lediglich 51 Ladepunkte. Brandenburg bildet mit dem Saarland das Schlusslicht.

Der Verkehrssektor im Landkreis Havelland erzeugte im Jahr 2014 insgesamt 571.000 Tonnen CO2-Emissionen. Davon entfielen über 51 Prozent auf Pkws. Setzt man den Aufbau von öffentlich-zugänglicher Ladeinfrastruktur konsequent um und sind bis zum Jahr 2020, 1.900 Elektrofahrzeuge im Landkreis Havelland zugelassen, so können im Verkehrssektor jährlich rund 6.500 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Neben der verbesserten Klimawirkung sollen mit der Förderung von Elektromobilität Lärm und Luftschadstoffe reduziert sowie die Aufenthalts- und Lebensqualität in den Städten und Gemeinden gesteigert werden.