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Weltbienentag: schon kleine Flächen helfen

Am 20. Mai 2026 ist Weltbienentag. Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Aktionstag macht seit 2018 auf die Bedeutung von Bienen, Wildbienen und anderen bestäubenden Insekten aufmerksam. Sie sind unverzichtbar für die Bestäubung vieler Wild- und Kulturpflanzen und damit auch für Artenvielfalt, stabile Ökosysteme und nicht zuletzt die landwirtschaftliche Produktion.

Der Landkreis Havelland möchte den Weltbienentag nutzen, um auf einfache Schutzmöglichkeiten im Alltag hinzuweisen. Dabei geht es nicht nur um die Honigbiene. Viele Wildbienenarten benötigen strukturreiche Lebensräume, heimische Blühpflanzen, offene Bodenstellen, Totholz, Pflanzenstängel und ungestörte Rückzugsbereiche. Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz steht mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten in Deutschland auf der Roten Liste[1].

„Bienen sind unverzichtbare Helden unseres Ökosystems, da sie durch ihre Bestäubungsleistung die Grundlage für unsere globale Ernährungssicherheit und biologische Vielfalt sichern. Daher setzen wir uns aktiv für den Schutz dieser fleißigen Insekten und den Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume ein. So pflanzten wir Ende 2025 19 heimische Obstbäume neben dem Parkplatz am Schloss in Ribbeck. Ein Insektenhotel soll in diesem Jahr noch folgen.“  Michael Koch, Beigeordneter und Umweltdezernent des Landkreises Havelland.

Auch im eigenen Garten, auf dem Balkon oder auf öffentlichen Grünflächen kann viel für Wildbienen und andere Insekten getan werden. Besonders hilfreich sind heimische, ungefüllt blühende Pflanzen, ein Blühangebot vom Frühjahr bis in den Herbst, der Verzicht auf Pestizide und weniger häufig gemähte Bereiche. Schon kleine „wilde Ecken“, Laub- und Totholzhaufen oder sandige offene Bodenstellen können wertvolle Lebensräume bieten. Komplettiert werden können diese Maßnahmen durch Insektenhotels.

Der Landkreis Havelland empfiehlt daher, Flächen möglichst naturnah zu gestalten und nicht jede Ecke vollständig aufzuräumen. Wer unsere Insekten unterstützen möchte, kann Rasenflächen seltener mähen, regionale Wildpflanzen verwenden, Stauden über den Winter stehen lassen und auf unnötige Beleuchtung verzichten. Auch das hilft, denn künstliches Licht kann nachtaktive Insekten stören.

[1] Quelle: BienABest - Standardisierte Erfassung von Wildbienen | BFN (abgerufen am 07.05.2026)