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Neuer Dezernent in der Kreisverwaltung

Der Diplom-Ingenieur Hansjörg Bohm ist seit August der neue Leiter des Dezernates IV in der havelländischen Kreisverwaltung.

Der Diplom-Ingenieur Hansjörg Bohm ist seit August der neue Leiter des Dezernates IV in der havelländischen Kreisverwaltung. Der 58-Jährige ist nunmehr verantwortlich für die Untere Denkmalschutzbehörde, das Kataster- und Vermessungsamt, das Bauordnungsamt, das Amt für Gebäude- und Immobilienmanagement sowie das Referat Wirtschaftsförderung.

Bohm, der ursprünglich aus Baden-Württemberg stammt, ist damit der Nachfolger von Jürgen Goulbier, der zum 31. Mai 2018 in Ruhestand gegangen war. Seitdem war die Dezernentenstelle kommissarisch von Martin Felstow, dem Leiter des Amtes für Gebäude- und Immobilienmanagement, besetzt. Felstow war es auch, der dem neuen Dezernenten in den ersten Wochen seine Aufgabenfelder aufzeigte und ihn den Dezernatsmitarbeitern vorstellte. „Er hat mich wunderbar an die Hand genommen“, sagt Hansjörg Bohm. In seinem Dezernat arbeiten rund 150 Mitarbeiter, die an den Verwaltungsstandorten Rathenow und Nauen sowie im Hausmeisterdienst und im Kreisstraßenbauhof im Einsatz sind.

Eine erste Erkundungstour durch das Havelland hat der neue Dezernent, der jetzt in Rathenow wohnt, auch schon unternommen. „Dabei habe ich eine gute Vorstellung von der Dimension des Landkreises bekommen“, sagt er. Auch die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen dem berlinnahen östlichen Teil des Kreises und dem ländlicheren westlichen Teil des Havellandes sind ihm bereits bekannt. Mitzuwirken, dieses strukturelle Gefälle abzuflachen, sei eines seiner obersten Ziele im neuen Job.

Studiert hat Hansjörg Bohm in den 1980er-Jahren einst Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart, wo er später auch wissenschaftlicher Mitarbeiter war. 1994 machte er seine Große Staatsprüfung und wurde zum Regierungsbaumeister ernannt. Bis 2001 arbeitete er anschließend als Leiter der Abteilung Flächennutzungs- und Strukturplanung im Stadtplanungsamt der Stadt Regensburg.

In Kiel, der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein, leitete er dann von 2001 bis 2009 erst das Stadtplanungsamt, später die Abteilung Planung und Durchführung von Bauten in der Immobilienwirtschaft und war Stabstelle bei der Dezernentin für Wirtschaft und Arbeit. Als Bau- und Planungsdezernent arbeitete Hansjörg Bohm von 2010 bis 2016 dann in der Stadt Weiden.

Nachdem er zuletzt freiberuflich tätig war, hat er nun seine neue Tätigkeit beim Landkreis Havelland begonnen. Besonders spannend findet Bohm das Güterverkehrszentrum in Wustermark, den Bahntechnologiecampus in Elstal sowie die Havelländische Eisenbahn. Sie hätten ihn aufhorchen lassen und seien auch ein Bewerbungsgrund gewesen. „Ich bin sehr bahnaffin“, erklärt der Dezernent.