Landkreis & Verwaltung
Arbeit & Leben
Wirtschaft & Verkehr
Umwelt & Landwirtschaft

Elterngeld

Beschreibung der Leistung

Elterngeld soll es Eltern ermöglichen, ihre Kinder zu betreuen und zu erziehen. Das Elterngeld ersetzt einen Teil ihres Einkommens. Basiselterngeld kann nur in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes bezogen werden. Der Anspruch besteht für 12 Lebensmonate des Kindes. Soweit sich bei mindestens einem Elternteil das Erwerbseinkommen nach der Geburt mindert, können zwei zusätzliche Basiselterngeldmonate genutzt werden. Ein Elternteil muss mindestens zwei Monate und kann höchstens zwölf Monate Basiselterngeld in Anspruch nehmen.
Es beträgt zwischen 300 Euro und 1800 Euro, je nach dem bisherigen Einkommen. Auf andere Sozialleistungen kann es angerechnet werden, zum Beispiel auf Arbeitslosengeld II ("Hartz IV"), Grundsicherung oder Kinderzuschlag.

Für Eltern wurde die Möglichkeit geschaffen, zwischen dem Bezug von Basiselterngeld und dem Bezug von Elterngeld Plus zu wählen und auch beides kombinieren zu können. Eltern haben dadurch die Möglichkeit, länger als bisher Elterngeld in Anspruch zu nehmen.

In Elterngeld Plus-Monaten wird höchstens die Hälfte des zustehenden Basiselterngeldes ausgezahlt. Durch die Inanspruchnahme von Elterngeld Plus-Monaten kann der Bezugszeitraum des Elterngeldes über den 14. bis maximal 32. Lebensmonat des Kindes hinaus verlängert werden. Elterngeld kann frühestens ab Geburt beantragt und rückwirkend höchstens für drei Lebensmonate vor der Antragstellung gezahlt werden. Beim Partnerschaftsbonus wird die Wochenarbeitszeit auf mindestens 24 Stunden pro Woche und maximal 32 Stunden pro Woche geändert. Auch die Bezugszeit des Partnerschaftsbonus wird flexibler, so können Eltern den Partnerschaftsbonus für 2-4 Lebensmonate parallel beantragen.

Eltern von frühgeborenen Kindern können einen längeren Anspruch von Basiselterngeld prüfen lassen. Hierzu wird die Kopie des Mutterpasses benötigt sowie eine Beratung in unserer Elterngeldstelle empfohlen.

Rechtsgrundlagen

Neue bundeseinheitliche Formulare für den Antrag auf Elterngeld ab 01.01.2023

Die Elterngeldstelle des Landkreises Havelland weist darauf hin, dass für die Beantragung von Elterngeld ab dem 01. Januar 2023 nur noch das bundeseinheitliche neue Formular zu benutzen ist.  Auf der Internetseite des Landkreises wird dieses Formular und das Formular für die Bescheinigung des Arbeitgebers beschreibbar zur Verfügung gestellt. Alte oder fremde Antragsformulare können nach dem 01.01.2023 nicht mehr berücksichtigt werden.

Die von den Eltern eingereichten Nachweise und Unterlagen werden im Zuge der Einführung der digitalen Akte nach der Erfassung künftig vernichtet. Daher wird darauf hingewiesen, ausschließlich Kopien z.B. von Einkommensnachweisen einzureichen. Außerdem ist dem Elterngeldantrag die extra dafür vorgesehene Fassung der Geburtsurkunde des Kindes beizufügen.

Die Bearbeitung von Elterngeld beansprucht im Landkreis Havelland aktuell einen Zeitraum von ca. 6 Wochen.

Die genannten Formulare sowie Informationen zu den Ansprechpartnerinnen und Sprechzeiten finden die Bürger und Bürgerinnen auf dieser Seite.

Zur Organisation einer störungsfreien Arbeitszeit werden montags und mittwochs keine Telefonate geführt.

  • Eigenes Kind

    Sie sind Mutter oder Vater des Kindes. Es kann ihr leibliches, Ihr Stiefkind, Adoptivkind oder ein Kind sein, das Sie adoptieren wollen. Verwandte zweiten oder dritten Grades können Elterngeld bekommen, wenn sie das Kind betreuen, weil die Eltern aufgrund schwerer Krankheit, Schwerbehinderung oder Tod nicht können.

  • Betreuung des Kindes
    Sie betreuen und erziehen Ihr Kind selbst.

  • Keine Erwerbstätigkeit oder keine volle Erwerbstätigkeit
    *Sie arbeiten höchstens 32 Stunden pro Woche.

  • Gemeinsamer Haushalt mit dem Kind
    Sie leben mit Ihrem Kind in einem gemeinsamen Haushalt.

  • Wohnsitz im Landkreis Havelland
    Ihr Kind wohnt im Havelland und ist hier gemeldet.

  • Einkommen im letzten Jahr: höchstens 150.000 Euro je Elternteil
    Ihr zu versteuerndes Einkommen im Jahr vor der Geburt Ihres Kindes war nicht mehr als 300.000 Euro von beiden Elternteilen zusammen, wenn beide im selben Haushalt leben. Für Einkünfte, die im Ausland erzielt wurden, gelten besondere Regelungen.

Für die Beantragung von Bundeselterngeld werden keine Gebühren erhoben.

  • Antragsformular

    siehe Abschnitt "Formulare"

  • Ausweis-Dokumente
    Personalausweise oder Reisepässe inklusive letzter Meldebescheinigung jedes Elternteils

  • Geburtsurkunde zur Beantragung von Elterngeld
    im Original

  • Erklärung zum bisherigen Einkommen der Eltern
    Eine Erklärung je Elternteil; siehe Abschnitt "Formulare"

  • Nachweise über das bisherige Einkommen der Eltern
    bei nichtselbständigen Elternteilen:
    Kindesvater: Einkommensnachweise 12 Monate vor Geburt des Kindes
    Kindesmutter: Einkommensnachweise 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes

  • bei selbständiger Arbeit und Mischeinkünften:
    letzter Einkommensteuerbescheid (Kalenderjahr vor der Geburt), sofern dieser noch nicht vorliegt, Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder entsprechende Glaubhaftmachung des Einkommens oder BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung)

  • Bescheinigung der Krankenkasse über Mutterschaftsgeld
    Bescheinigung, ob Mutterschaftsgeld bezogen wurde und falls ja, in welcher Höhe oder Negativbescheinigung

  • Bescheinigung Ihres Arbeitgebers über dessen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld
    Falls Sie Mutterschaftsgeld erhalten und nicht selbständig arbeiten: Vorlage der Gehaltsnachweise während der Schutzfrist.
    Bei Beamtinnen: Bescheinigung über die Dienstbezüge während des Mutterschutzes und die Dauer der Mutterschutzfrist.

  • Bei nichtselbstständiger Arbeit:

    Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber über die Elternzeit

  • Falls Sie während Ihrer Elternzeit arbeiten:

    Bestätigung über Ihre Arbeitszeit und das voraussichtliche Einkommen.
    Bei nichtselbständiger Arbeit bestätigt Ihr Arbeitgeber Ihre Arbeitszeit.
    Bei selbständiger Arbeit geben Sie eine eigene Erklärung über Ihre Arbeitszeit und das voraussichtliche Einkommen ab.
    In beiden Fällen muss die Bestätigung den ganzen Zeitraum abdecken, in dem Sie Elterngeld beziehen.

  • Bei ausländischen Antragstellerinnen oder Antragstellern:
    Meldebescheinigung, Aufenthaltstitel, Negativbescheinigung der Krankenkasse