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Anliegen A-Z: Aufstiegsfortbildungsförderung (Meister-BAföG)

Beschreibung

Das Gesetz zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung, Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung in grundsätzlich allen Berufsbereichen, und zwar unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird.

Die Förderung ist an bestimmte persönliche, qualitative und zeitliche Anforderungen geknüpft.

Zum Beispiel Handwerker und andere Fachkräfte, die sich auf einen Fortbildungsabschluss zu Handwerks- oder Industriemeistern, Technikern, Fachkaufleuten, Fachkrankenpflegern, Betriebsinformatikern, Programmierern, Betriebswirten oder eine vergleichbare Qualifikation vorbereiten und die über eine nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung oder einen vergleichbaren Berufsabschluss verfügen, können die Aufstiegsförderung beantragen.

Die Förderung beginnt mit der Aufnahme der Fortbildungsmaßnahme, jedoch frühestens mit dem Antragsmonat.

Stellen Sie deshalb rechtzeitig Ihren Antrag!

Gefördert werden kann eine erste, unter bestimmten Voraussetzungen auch eine zweite berufliche Fortbildungsmaßnahme, die

  • einen nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung anerkannte Erstausbildung oder einen vergleichbaren bundes- oder landesrechtlich geregelten Berufsabschluß voraussetzt,
  • oberhalb des Niveaus einer Facharbeiter -, Gesellen -, Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses vorbereitet,
  • mindestens 400 Unterrichtsstunden umfaßt,
  • und in Teilzeitform nicht länger als 4 Jahre dauert; in Vollzeitform nicht länger als 3 Jahre.

Das Meister-BAföG wird als Zuschuss und teilweise auch als Darlehen über die KfW gewährt.

Unabhängig von der Art der Fortbildung. werden die anfallenden Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (Maßnahmekosten) bis zu einem Höchstbetrag von 15.000 Euro gefördert. Die Förderung erfolgt einkommens- und vermögensunabhängig zu 50% als Zuschuss und 50% als Darlehen. Partner für das Darlehen ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW).

Bei Vollzeitmaßnahmen kann zu den Maßnahmekosten noch eine einkommens- und vermögensabhängige Unterhaltsförderung gewährt werden.

Bei erfolgreichem Abschluss erfolgt ein Teilerlass hinsichtlich der Maßnahmekosten in Höhe von 50% des aufgenommenen Darlehens.

Die Unterhaltsförderung wird seit dem 01. August 2020 als Zuschuss gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden.

 

Online-Antrag BAföG

Sie können Ihren Antrag auf Aufstiegsfortbildungsförderung (AFBG) auch gerne online stellen und absenden über die Internetseite des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Wählen Sie einfach Ihre gewünschte Art der Ausbildungsförderung aus und füllen Sie die Formulare aus. Anschließend können Sie Ihren Antrag, je nach technischer Voraussetzung, auch gleich online an unser Amt für Ausbildungsförderung im Landkreis Havelland senden. 

 BAföG Online Land Brandenburg


Zuständig für die Bearbeitung Ihres Antrages auf Aufstiegsfortbildungsförderung (AFBG) im Landkreis Havelland ist das Sozialamt, Sachgebiet Ausbildungsförderung. Hier erhalten Sie weiterführende detaillierte Informationen rund um Ihren Meister-BAföG-Antrag. Ebenso auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Sie haben die Möglichkeit, Ihren Antrag in unseren Dienststellen des Bürgerservicebüros des Landkreises Havelland in Rathenow, Nauen und Falkensee zu stellen. Die Antragsformulare liegen im Bürgerservicebüro vor.

Gebühren

  • gebührenfrei

Benötigte Unterlagen

für Teilzeitlehrgänge:

  • Formblatt A, B, Z (vollständig ausgefüllt & unterschrieben),
  • Nachweis der Erstausbildung (z.B. Prüfungszeugnis o.ä.),
  • Vertrag mit der Fortbildungsstätte,
  • Nachweis der anfallenden Lehrgangsgebühren (Gebührenbescheinigung),

bei Vollzeitlehrgängen zusätzlich:

  • Anlage 1 zum Formblatt A (für Antragsteller),
  • Anlage 2 zum Formblatt A (für Ehegatten),
  • Formblatt C (Einkommenserklärung),
  • Nachweis des aktuellen Einkommens und Vermögens,
  • Nachweis Kinderbetreuungskosten,
  • Mietvertrag bzw. Mietkostenbescheinigung für Wohnheim,
  • bei Eigentum:
  • Grundbuchauszug,
  • Gebäudeversicherung,
  • Kreditvertrag,
  • Wohnflächenberechnung,
  • Grundstücksgröße,
  • evtl. weitere Unterlagen je nach Einzelfall.