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Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

Afrikanische Schweinepest- im September 2020 in Deutschland angekommen; das Havelland ist nicht betroffen

Stand: 16.11.2020

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Seuche der Wildschweine und Hausschweine, die bei infizierten Tieren annähernd zu 100% zum Tode führt.

Sie ist für Menschen ungefährlich, kann aber mit Lebensmitteln, Futtermitteln und kontaminierten Gegenständen von Schweinehaltung zu Schweinehaltung oder Wildgebiet zu Wildgebiet übertragen werden.

Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland, im Land Brandenburg, am 10.09.2020 zum ersten Mal aufgetreten.

Der Landkreis Havelland ist nicht betroffen.

Die Sperrzonen befinden sich in den Landkreisen  Oder-Spree, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald sowie Märkisch-Oderland.

Insgesamt wurden mit heutigem Stand (16.11.2020) im Land Brandenburg 153 Wildschweine als ASP-positiv identifiziert.

Wir möchten Sie regelmäßig über alle Neugkeiten informieren und geben ab sofort für Jäger einen monatlichen Newsletter heraus. Diesen können Sie unter folgender E-Mail Adresse anfordern: schweinepest@havelland.de

Hier finden Sie wichtige Fragen und Antworten zur Afrikanischen Schweinepest.

Früherkennung ist von größter Bedeutung- vorbeugendes Monitoring

 

Um die Gefahr der Weiterverbreitung der ASP möglichst klein zu halten, sollen Jagdausübungsberechtigte flächendeckend das Schwarzwild verstärkt bejagen, verstärkte Fallwildsuchen durchführen und jedes aufgefundene Stück Schwarzwild beim Veterinäramt des Landkreises anzeigen, kennzeichnen und von dem Tier eine Tupfer-Probe von blutiger Flüssigkeit entnehmen und entsprechend beproben lassen.

Tupfer-Röhrchen erhalten Sie bei den Bürgerservicebüros.

Die Probe muss gut verschlossen werden und kann bei allen 3 Bürgerservicebüros des Landkreises Havelland (in Rathenow, Nauen und Falkensee) abgegeben werden.

Abweichend zu  den aktuellen Coronahinweisen benötigen Jäger in diesem Fall keine vorherige Terminvereinbarung. Eine kurzfristige telefonische Anmeldung reicht aus.

Für das Abgeben der Probe wird je Probe eine Aufwandsentschädigung von 50,00 Euro gewährt. Diese wird bargeldlos auf Ihr Konto überwiesen.

Bitte füllen Sie dazu einen Wildursprungsschein aus (in diesem Fall auch für Fallwild!) und geben Sie ihn mit der Probe ab. Das Bürgerservicebüro fragt nach den Daten des Fundortes. Bitte beschreiben Sie den Fundort möglichst genau.

Im Zuge der, in der Allgemeinverfügung des Landkreises angeordnetetn verstärkten Schwarzwildbejagung, entfällt die bisherige Gebühr von 5,00 € für  Trichinenproben von Wildschweinen während der gesamten Dauer der behördlichen Anordnung komplett.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der entsprechenden Pressemitteilung.

Weitere Erleichterungen bezüglich der Trichinenprobenabgabe sind in Arbeit.

Bitte melden Sie uns auch den Fundort des Wildschweins über Koordinaten

Um den Fundort eines toten Wildschweines möglichst genau bestimmen zu können und auch um uns diesen detailliert (z.B. durch Koordinatenbestimmung) mitteilen zu können, gibt es zwei erprobte Möglichkeiten, welche sehr gut über das Smartphone funktionieren.

Beide Varianten stellen wir Ihnen hier vor :

Merkblatt zur Benutzung des Tierfundkatasters 2020- Handyversion

Merkblatt zur Benutzung von googlemaps 2020- Handyversion

Wir bitten Sie darum, diese im Falle eines Totfundes zu nutzen.

Welche der beiden Versionen Sie letztlich nutzen, ist Ihnen natürlich selbst überlassen.

Bitte beachten Sie:

Solange das Havelland frei von ASP ist, müssen Tierkörper nicht über die Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt werden.

Bitte verfahren sie nach guter jagdlicher Praxis wie bisher.

Für Bewegungsjagden stellt der Landkreis Havelland Jagdgesellschaften Aufbruchtonnen zur Verfügung. Diese werden über die Firma SECANIM entsorgt. Die Kosten dafür trägt der Landkreis. Anmeldungen bitte unter 03321/4035519.

Bewegungsjagden gelten als Ausnahme der aktuellen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung und sind somit unter freiem Himmel mit mehr als 100 zeitgleich Anwesenden sowie in geschlossenen Räumen auch mit mehr als 50 zeitgleich Anwesenden erlaubt. Voraussetzung hierfür ist, dass diese Veranstaltungen keinen Unterhaltungscharakter haben und die Wahrnehmung der öffentlich-rechtlichen Aufgaben (siehe Tierseuchenallgemeinverfügung) im Vordergrund stehen.       Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.