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Energieberatung im eigenen Zuhause

In Kooperation mit der Verbraucherzentrale Brandenburg und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat der Landkreis Havelland im November 2019 eine Aktion gestartet, bei der sich interessierte Bürger für insgesamt 50 Gutscheine für eine Energieberatung anmelden können. Die Aktion läuft noch bis zum 28. Februar 2020. Die ersten Haushalte haben das Beratungsangebot bereits genutzt.

In Kooperation mit der Verbraucherzentrale Brandenburg und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat der Landkreis Havelland im November 2019 eine Aktion gestartet, bei der sich interessierte Bürger für insgesamt 50 Gutscheine für eine Energieberatung anmelden können. Die Aktion läuft noch bis zum 28. Februar 2020. Die ersten Haushalte haben das Beratungsangebot bereits genutzt.

So hat sich beispielsweise Familie Horstmann aus Falkensee beim Eignungs-Check Solar zur Errichtung einer Photovoltaikanlage beraten lassen. Margrit Unger, Energieberaterin von der Verbraucherzentrale Brandenburg, hat sich dazu vor Ort ein Bild von Haus und Garten gemacht. Durch spezielle Module mit Solarzellen, zum Beispiel auf dem Dach installiert, werden Sonnenstrahlen zu Gleichstrom umgewandelt. Ein Wechselrichter wandelt diesen dann in Wechselstrom um und macht ihn so nutzbar für den Haushalt. „Wenn man durch eine solche Anlage Strom erzeugt, ist es am wirtschaftlichsten selbst so viel Strom wie möglich davon zu nutzen“, erklärt Unger gleich zu Beginn des Beratungsgesprächs. „Eine andere Möglichkeit ist es, die erzeugte Energie ins Netz einzuspeisen und somit Gewinn durch den Verkauf zu erzielen.“ Ulrich Horstmann interessiert sich jedoch für den ausschließlichen Eigenverbrauch. Hierfür wird ein spezieller Stromspeicher benötigt.

Während die Module sehr langlebig sind und auch nach 20 Jahren noch Ertrag bringen, müssen Wechselrichter nach 10 bis 15 Jahren und Speicher nach 10 bis 20 Jahren, abhängig von der Qualität der Komponenten, ausgetauscht werden, informiert Margrit Unger. Die Kosten können daher für jeden Haushalt variieren. Man kann jedoch von 1300 bis 1500 Euro pro Kilowatt Peak (kWp), damit wird die Spitzenleistung von Photovoltaikmodulen beschrieben, für eine fertige Anlage ohne Speicher ausgehen. Ein kWp kann dabei zwischen 750 und 1000 Kilowattstunden im Jahr erzeugen.

Der Familie Horstmann empfiehlt die Energieberaterin eine Anlage mit 6 kWp für ihr Haus. Der Speicher käme als zusätzlicher Kostenpunkt noch hinzu. Unger rät der Familie zudem, sich mehrere Angebote einzuholen, um Preise vergleichen zu können. Ratsam sei außerdem im Vorfeld das Durchführen einer Simulation im Internet. Hierbei bekomme man erste Einblicke zu Ertrag und Leistung der Anlage.

In einem anderen Punkt hat Familie Horstmann bereits aufgerüstet. „Wir haben unsere Beleuchtung auf LEDs umgestellt“, sagt Ulrich Horstmann. Im Vergleich zu anderen Lampen verbrauchen diese bis zu 80 Prozent weniger Strom, weiß Energieberaterin Margrit Unger.

Wer ebenfalls Interesse an einer ausführlichen Beratung hat, kann sich noch bis Ende Februar 2020 unter der Telefonnummer 03321/403 54 44 oder per E-Mail unter klimaschutz@havelland.de für einen Gutschein anmelden. Zur Auswahl stehen neben dem Eignungs-Check Solar außerdem Gebäude-, Heiz-, Solarwärme- und Detail-Checks. Weitere Informationen zum Energiesparen gibt es unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de auf einer Internetseite der Verbraucherzentrale Brandenburg.