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Landrat informiert sich vor Ort in Ketzin/Havel

Im Wohngebiet „Am Mühlenweg“ hat Landrat Roger Lewandowski bei seinem Ortsbesuch in Ketzin/Havel gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Lück die Musterausstellung „Selbstständig leben mit Alltagshilfen“ eröffnet.

Im Wohngebiet „Am Mühlenweg“ hat Landrat Roger Lewandowski bei seinem Ortsbesuch in Ketzin/Havel am Mittwoch, den 29. Juli 2020, gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Lück die Musterausstellung „Selbstständig leben mit Alltagshilfen“ eröffnet. Dort können interessierte Bürger ab sofort immer mittwochs von 14.30 bis 16.30 Uhr die ausgestellten Hilfsmittel anschauen sowie erproben und sich dazu beraten lassen.

„Wie unsere Musterwohnung SelmA in Rathenow bietet die Ausstellung eine praktische Orientierung, wie man sich sein Leben in den eigenen vier Wänden auch im Alter mit kleinen Hilfen noch selbstbestimmt gestalten kann“, sagt Landrat Lewandowski. Die Musterausstellung in Ketzin/Havel befindet sich Am Mühlenweg 2, ebenso wie der neue Freizeittreff „Mühle No 2“, der zu einem Treffpunkt für Jung und Alt werden soll. Auch hier informierte sich der Landrat über das Angebot, zu dem Kaffee- und Gesprächsrunden gehören, aber auch verschiedene Veranstaltungen und Kurse mit Möglichkeiten zur individuellen Freizeitgestaltung. Regelmäßige Termine im Freizeittreff sind jeden dritten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr eine Sprechstunde mit der Bürgerbeauftragten der Stadt Ketzin/Havel, jeden zweiten Freitag im Monat von 9 bis 12 Uhr ein Männerfrühstück sowie jeden zweiten Mittwoch im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr das „CaféMühle“ mit ungezwungenem Plaudern bei Kaffee und Kuchen.

Der Landkreis Havelland unterstützt die beiden Projekte, so wie unter anderem auch die GWV Ketzin. Die kommunale Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft war ebenfalls eine Station des Ortsbesuches von Landrat Lewandowski in Ketzin/Havel. Als Nachfolgerin des VEB Gebäudewirtschaft Ketzin wurde die GWV vor 30 Jahren im Juli 1990 gegründet. Die für dieses Jahr geplante Jubiläumsfeier hat das Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie inzwischen auf 2021 verschoben. Regelmäßig bildet die GWV junge Menschen aus und ist auch immer wieder als Aussteller auf der Börse für Ausbildung und Studium im Landkreis Havelland vertreten.

Ein Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr war ebenfalls Teil der Landrats-Tour durch Ketzin/Havel. Hier erkundigte sich Roger Lewandowski nach bevorstehenden Baumaßnahmen. Am Standort der Ortsfeuerwehr Ketzin/Havel wird in Kürze ein Schulungs- und Versammlungsraum angebaut, der zur multifunktionalen Nutzung vorgesehen ist. Der derzeitige Schulungsraum wird derweil zum Büro mit Befehlsstelle um- und ausgebaut. Außerdem gibt es bereits erste Planungen für eine neue Fahrzeughalle. Angedacht ist ferner der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Ortsfeuerwehr Paretz, die aktuell in einem Mietobjekt untergebracht ist.

Eine weitere Station des Ortsbesuches war der 1972 mit zwölf Mitgliedern gegründete Seesportclub Ketzin. Heute bewegt sich die Mitgliederanzahl konstant zwischen 50 und 60, dazu zählen aktuell 15 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Organisiert sind die Mitglieder in den Abteilungen Motorsportboot, Rudern, Seesportmehrkampf, Segeln/Windsurfen und Volleyball. Der Seesportclub nimmt jährlich an verschiedenen Wettkämpfen zum Beispiel im Kutterrudern teil und richtet auch selbst Wettbewerbe aus. So ist der Verein seit 1990 ausführender Veranstalter für das Skipper-Treffen des Deutschen Motoryachtverbandes.

Zum Abschluss des Tages tauschte sich Landrat Roger Lewandowski mit Bürgermeister Bernd Lück sowie weiteren regionalen Politikern zu einer möglichen Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke Ketzin/Havel-Wustermark aus. Im Beisein von Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann diskutierten sie, unter welchen Voraussetzungen eine Inbetriebnahme der Strecke möglich ist. „Eine Reaktivierung der Bahnstrecke nach Wustermark wäre enorm wichtig für die weitere Entwicklung von Ketzin/Havel“, sagt Landrat Lewandowski. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Strecke in den Landesnahverkehrsplan 2023-2027 aufgenommen wird. „Wir werden uns als Landkreisverwaltung bei den zuständigen Stellen dafür einsetzen und auch der Kreistag hat sich kürzlich per Beschluss zu dem Vorhaben bekannt“, so Lewandowski.