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Impfkapazitäten werden ausgebaut – Corona-Inzidenz im Havelland bei 83,4

Aktuell sind 291 Havelländer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 83,4.

Mit Stand vom Freitag, den 19. Februar 2021, sind im Landkreis Havelland seit Beginn der Corona-Pandemie 3976 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden. Das sind 136 mehr als am Freitag der Vorwoche. Insgesamt gelten 3554 Personen inzwischen als genesen (Vorwoche: 3414), 131 Havelländer sind mit Covid-19 verstorben (Vorwoche: 122). Damit sind aktuell 291 Havelländer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert (Vorwoche: 304). Die 7-Tage-Inzidenz (Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage) liegt bei 83,4 (Vorwoche: 87,7).

Unter den Neuinfektionen der zurückliegenden Woche wurden auch 19 Fälle der Corona-Mutation B.1.1.7 festgestellt, die größtenteils auf ein Ausbruchsgeschehen in einer Tagespflegeeinrichtung zurückzuführen sind. Insgesamt haben sich damit bisher 24 Havelländer mit dieser Variante des Coronavirus infiziert. Durch das Gesundheitsamt des Havellandes wurden in der vergangenen Woche im Ganzen 286 Corona-Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt, rund 450 Quarantänepersonen werden derzeit täglich telefonisch betreut. Corona-Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen sind zuletzt in Senioreneinrichtungen in Brieselang und Falkensee, in einer Kita in Schönwalde, in einer Grundschule in Wustermark sowie in einem Betrieb in Rathenow aufgetreten.

Zum Thema Corona-Impfungen hatte die Landesregierung Brandenburg in dieser Woche Vertreter von Landkreisen und kreisfreien Städten sowie von der Kassenärztlichen Vereinigung, vom Deutschen Roten Kreuz, von der Landesärztekammer und von der Landeskrankenhausgesellschaft zu einer gemeinsamen Beratung geladen. Vereinbart wurde dabei unter anderem, dass die Impfkapazitäten in Brandenburg ausgebaut werden. So sollen, wie bereits im Januar angekündigt, neben den bereits bestehenden elf Impfzentren weitere Zentren oder regionale Impfstellen eingerichtet werden – so auch im Havelland. Das Land schafft hierfür die rechtlichen, technischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen. Wenn das havelländische Impfzentrum schließlich eröffnet wird, behalten die Einwohner des Havellandes die Wahlfreiheit und können aufgrund regionaler Nähe auch Termine in anderen Impfzentren, etwa in Kyritz und Brandenburg an der Havel, vereinbaren.

Vorgesehen ist zudem, dass künftig auch Corona-Impfungen in geeigneten Arztpraxen angeboten werden sollen, wie es auch Landrat Roger Lewandowski in den vergangenen Wochen gefordert hatte. Die Landesregierung möchte dazu ein Modellvorhaben mit Hausärzten starten, um auch diese in die Impfkampagne einzubinden. „Das ist eine gute und richtige Entscheidung“, so Landrat Lewandowski. „Zusätzlich zu unserer Forderung der Einbindung der Hausärzte in die Impfkampagne haben wir gegenüber der Landesregierung nochmals unser Interesse bekundet, an diesem Modellvorhaben teilzunehmen. Insbesondere für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger würde dies eine große Erleichterung bedeuten.“ Alles in allem sei spätestens mit Beginn des zweiten Quartals mit einer erheblichen Zunahme der Corona-Impfungen zu rechnen, da dann laut Landesregierung weitaus mehr Impfstoff zur Verfügung stehen wird.

Weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland auf seiner Internetseite unter www.havelland.de/coronavirus zusammengestellt.