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Landkreis schlägt Corona-Impfangebote in Falkensee und Rathenow vor

In einem Schreiben an den Corona-Krisenstab des Landes Brandenburg schlägt der Landkreis Havelland die Stadthalle Falkensee als Corona-Impfzentrum für das Havelland vor. Gleichzeitig empfiehlt die Kreisverwaltung, eine zweite Impfstelle in Rathenow einzurichten.

In einem Schreiben an den Corona-Krisenstab des Landes Brandenburg schlägt der Landkreis Havelland die Stadthalle Falkensee als Corona-Impfzentrum für das Havelland vor. Gleichzeitig empfiehlt die Kreisverwaltung, eine zweite Impfstelle in Rathenow einzurichten. Um möglichst kurze Wege zu den Impfangeboten zu ermöglichen, schlägt der Landkreis zudem vor, auch Hausärzten das Impfen zu ermöglichen.

„Das Havelland ist ein Flächenlandkreis mit einer Ost-West-Ausdehnung von etwa 100 Straßenkilometern. Deshalb hätten wir uns ein Impfzentrum in der Mitte des Landkreises gewünscht, was jedoch mangels geeigneter Objekte nicht zu realisieren ist. Daher besteht unser Vorschlag zur Umsetzung der Impfstrategie im Havelland aus drei Teilen“, erklärt Landrat Roger Lewandowski.

Anhand des vorgegebenen Kriterienkataloges des Landes Brandenburg hat eine Projektgruppe der Kreisverwaltung verschiedene Objekte im Landkreis auf Eignung als Impfzentrum untersucht und besichtigt. Zu den Kriterien gehören etwa die verfügbare Nutzfläche, eine ausreichende Internetanbindung, die zur Verfügung stehenden Parkplätze, die Anbindung an den ÖPNV, die Barrierefreiheit oder die Möglichkeit zur Notstromversorgung. Dabei stellte sich heraus, dass die Stadthalle in Falkensee am besten als Impfzentrum geeignet ist. „Die Stadt Falkensee, in deren Eigentum sich die Stadthalle befindet, hat für die Nutzung als Impfzentrum bereits ihr Einverständnis erklärt“, so Landrat Lewandowski.

Gemäß der Standort-Empfehlung der Projektgruppe hat der Landkreis nun ein Schreiben an das Land Brandenburg gesendet, in dem er die Stadthalle Falkensee als Impfzentrum für das Havelland vorschlägt – jedoch verbunden mit der dringenden Empfehlung auch in Rathenow eine Impfmöglichkeit zu unterbreiten. „Angesichts der Entfernung bis nach Falkensee sehen wir die Notwendigkeit eines weiteren Impfangebotes im westlichen Teil des Landkreises“, sagt Lewandowski. „Außerdem haben wir angeregt, aufgrund der Flächenausdehnung und des hohen Anteils an Menschen fortgeschrittenen Alters in unserem Landkreis auch den Hausärzten die Möglichkeit einzuräumen, ihre Patienten gegen das Coronavirus impfen zu können. Bei den teils weiten Wegen in unserem Landkreis wäre dies eine große Erleichterung für viele Havelländerinnen und Havelländer.“

Nachdem Mitte Januar bekannt geworden war, dass der Landkreis Havelland ein Corona-Impfzentrum bekommen soll, hatte der Landrat zur Ermittlung eines geeigneten Standortes eine Projektgruppe einberufen. Diese hat sich zunächst das Impfzentrum in Potsdam mit den dortigen Verantwortlichen angeschaut und anschließend verschiedene Objekte im Havelland geprüft und besichtigt. Neben der Stadthalle in Falkensee waren die Brandenburg-Halle im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien, die Havellandhalle in Rathenow sowie die Sporthalle des Oberstufenzentrums in Nauen in der engeren Auswahl.

Das Land Brandenburg informiert im Internet unter www.brandenburg-impft.de zum Impfgeschehen. Weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland auf seiner Internetseite unter www.havelland.de/coronaviruszusammengestellt.