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Vernetzung aller Wasserstoff-Akteure

Der Landrat warb beim Besuch des Energiewendelabors in Ketzin für eine stärkere Vernetzung aller Wasserstoff-Akteure im Kreis.

Der Landrat besuchte mit einigen Führungskräften des Landkreises kürzlich das Energiewendelabor in Ketzin, um sich einen Eindruck über die Entwicklung des gemeinsamen Forschungsstandortes der Energieversorger Edis und Gasag zum Thema Wasserstoffspeicherung zu verschaffen und um für eine stärkere Vernetzung aller Akteure im Kreis zu diesem Thema zu werben.

Landrat Roger Lewandowski:„Kaum ein Thema elektrisiert die Energiewirtschaft derzeit mehr als Wasserstoff. Der Bund betrachtet diesen als Schlüsselrohstoff für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland. Auch in unserem Landkreis tut sich zum Thema Wasserstoff eine ganze Menge. Das Interesse ist groß, lokal produzierten Wasserstoff für den hiesigen Wärme- und Mobilitätssektor zu nutzen. Wir als Landkreis möchten die bei uns vorhandenen Innovationspotenziale, wie sie beispielsweise das Energiewendelabor bietet, nutzen, um alle hiesigen Wasserstoff-Akteure an einen Tisch zu holen und miteinander zu vernetzen. Unsere Vision ist der Aufbau einer gesamten Wertschöpfungskette in unserer Region: Wasserstoff im Havelland produzieren, verteilen, speichern und natürlich auch verbrauchen.“

Der Besuch in Ketzin war eine gute Möglichkeit, sich mit den am Energielabor beteiligten Unternehmen über eine zukünftige Form der Zusammenarbeit auszutauschen. Der Projektleiter des Energiewendelabors, Thomas Borchers (Edis), begrüßte die Initiative des Landkreises, sich zukünftig stärker vernetzen zu wollen: „Eine nachhaltige regionale Wasserstoffwirtschaft lässt sich letztlich nur realisieren, wenn wir branchenübergreifend regionale Synergien nutzen. Dazu gehört es, dass wir uns vor Ort vernetzen.“

Derzeit entwickelt und erforscht das Energiewendelabor am Zusammenspiel von Biogas, Photovoltaik sowie Windkraftanlagen. Perspektivisch soll die Entwicklung um die Wasserstoffgewinnung und -verteilung erweitert werden. Die Kompetenz dafür bringt das am Energiewendelabor beteiligte Energieversorgungsunternehmen Gasag mit. Arnd von Moers, Projektleiter bei der Gasag, sieht Ketzin als idealen Standort, um die Ziele des Energiewendelabors auch im Sinne der Wasserstoffwirtschaft zu erreichen: „Die Voraussetzungen hier sind mit der Nähe zum Windpark „Nauener Platte“ mit rund 300 Windkraftanlagen natürlich ideal. Windkraft und Solarenergie, vor allem überschüssige und ungenutzte, die zu bestimmten Zeiten keine Abnehmer finden, könnten in Wasserstoff umgewandelt und für den Verkehr verwertet oder in Wärme und Gas umgewandelt werden. Letztlich braucht es für diese Realisierung regionaler Wasserstoffinitiativen auch das Engagement lokaler Abnehmer sowie auch noch Fördermittel. Wir freuen uns, dass der Landkreis die Entwicklungsaktivitäten positiv begleitet und lokale Unternehmen, aber auch die Bürger, in den Prozess, frühzeitig einbezieht.“

Der Landkreis wird künftig regelmäßig zum Thema berichten. Interessierte Unternehmen, die sich in den Innovationsprozess zum Thema Wasserstoff einbringen möchten, sind herzlich dazu eingeladen und können sich an die Landkreisverwaltung wenden per Mail unter klimaschutz@havelland.de oder telefonisch unter 03321/4035435.