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Anliegen A-Z: Elterngeld

Beschreibung

 

  • aktuelle Informationen zu den neuen Regelungen ab 01.09.2021 sowie zuweiteren Fragen rund ums Elterngeld erhalten Sie unter folgendem Link:

--> Familienportal des BMFSFJ
 

Anspruchsberechtigung:
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Mütter oder Väter haben Anspruch auf Elterngeld, wenn Sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, mit ihrem Kind in einem Haushalt leben, dieses Kind selbst betreuen und erziehen und keine oder keine volle Erwerbstätigkeit, d.h. nicht mehr als 32 Wochenstunden, ausüben.

Der Anspruch entfällt, wenn der elterngeldberechtigte Antragsteller vor der Geburt des Kindes ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 150.000 EUR erzielt hat. Dies gilt auch, wenn das zu versteuernde Einkommen von beiden Elterngeldberechtigten mehr als 300.000 EUR beträgt.

Ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger müssen die notwendigen aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen nachweisen.

 

Anspruchszeitraum Basis-Elterngeld:
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Ein Elternteil hat insgesamt Anspruch auf min. 2 und max. 12 Monatsbeträge. Für zwei weitere Monate besteht Anspruch auf Elterngeld, wenn für diese Monate eine Minderung des Einkommens aus Erwerbstätigkeit des anderen Elterngeldberechtigten erfolgt und im Übrigen die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen (somit insgesamt 14 Monate).

Alleinerziehende können unter bestimmten Voraussetzungen Elterngeld bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes beziehen.

 

Antragstellung:
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Das Elterngeld ist schriftlich zu beantragen (siehe Formular weiter unten). Beide Elternteile können mit einem Vordruck gleichzeitig den Antrag stellen; der andere Elternteil kann jedoch auch zunächst nur anzeigen, für welche Monate er Elterngeld beanspruchen möchte und den Antrag zu einem späteren Zeitpunkt stellen (für den Fall, dass der Bezugszeitraum noch nicht geklärt ist). Die Anzeige stellt allerdings keine rechtswirksame Antragstellung dar.

Das Elterngeld kann rückwirkend für höchstens drei Monate vor Beginn des Monats gezahlt werden, in dem der Antrag eingegangen ist.

Der Antrag auf Elterngeld muss von beiden Elternteilen unterschrieben werden.

Zuständig für die Bearbeitung Ihres Antrages ist das Referat 52 - Kinder- & Jugendförderungdes Landkreises Havelland.

 

Höhe des Elterngeldes:
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Das Elterngeld beträgt bei Vorliegen aller Leistungsvoraussetzungen monatlich mindestens 300 Euro (Mindestbetrag) und reicht je nach Einkommen bis zu einem monatlichen Höchstbetrag von 1.800 Euro.
Maßgebend ist hier das Bruttoeinkommen abzüglich Steuern, Sozialversicherungsabgaben (Arbeitnehmeranteil) und Werbungskostenpauschbetrag der letzten zwölf Monate vor dem Kalendermonat der Geburt des Kindes.

Monate, in denen Mutterschaftsgeld vor der Geburt bezogen wird, werden nicht berücksichtigt mit der Folge, dass sich um diese Zeit der Berechnungszeitraum verschiebt. Das gleiche gilt für Kalendermonate, für die wegen schwangerschaftsbedingter Erkrankung das Erwerbseinkommen ganz oder teilweise weggefallen ist. Das Elterngeld beträgt 67 v.H. des durchschnittlichen Monatseinkommens, höchstens jedoch 1.800 Euro. Liegt das Einkommen vor der Geburt des Kindes unter 1.000 Euro, erhöht sich der Prozentsatz um 0,1 v.H. je 2 Euro des Differenzbetrages bis zu maximal 100 v.H..

In den Fällen, in denen das durchschnittlich erzielte monatliche Einkommen aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt höher als 1.200 EUR war, sinkt der Prozentsatz von 67 v.H. um 0,1 v.H. für je 2 EUR die das maßgebliche Einkommen von 1.200 EUR übersteigt, auf bis zu 65 v.H..

Eltern, die in dem maßgeblichen Zwölfmonatszeitraum vor der Geburt des Kindes kein Erwerbseinkommen erzielten, erhalten unabhängig vom Einkommen ein Elterngeld von 300 Euro.

Wird während des Elterngeldbezugs eine zulässige Teilzeittätigkeit von bis zu 32 Wochenstunden ausgeübt, wird das Elterngeld aus der Differenz des vor der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten bereinigten Erwerbseinkommens und des im Bezugszeitraum erzielten bereinigten Erwerbseinkommens aus der Teilzeittätigkeit errechnet. Es besteht aber auch hier in jedem Fall der Anspruch auf das Mindestelterngeld von 300 Euro.

Bei Mehrlingsgeburten wird das ermittelte Elterngeld für das zweite und weitere Kind pauschal um 300 Euro erhöht. Leben in der Familie weitere Kinder, wird gegebenenfalls ein Geschwisterbonus von 10 v. H. des ermittelten Elterngeldes oder mindestens 75 Euro gezahlt.


Anrechnung anderer Leistungen:
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Das Elterngeld wird auf andere Sozialleistungen wie Wohngeld bis zu einem Betrag von 300 Euro oder im Falle der Verlängerung des Auszahlungszeitraums von 150 Euro nicht angerechnet.
Bei Sozialleistungen nach dem SGB II und SGB XII (Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II und Sozialgeld) werden die vorgenannten Beträge je nach Voraussetzung angerechnet.

Das der Mutter ab der Geburt des Kindes laufend gezahlte Mutterschaftsgeld und gegebenenfalls der vom Arbeitgeber zu zahlende Zuschuss zum Mutterschaftsgeld wird auf das Elterngeld angerechnet. Das gleiche gilt für Dienst- und Anwärterbezüge und Zuschüsse, die nach beamten- oder soldatenrechtlichen Vorschriften für die Zeit der Beschäftigungsverbote ab der Geburt zustehen. Wird während des Elterngeldbezugs ein weiteres Kind geboren, wird das vor der Geburt gezahlte Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld für das vorher geborene Kind angerechnet. Auf den Elterngeldanspruch des Vaters ist kein Mutterschaftsgeld anzurechnen; allerdings gilt für die Mutter diese Zeit als verbrauchter Leistungszeitraum.

Werden nach der Geburt des Kindes Leistungen gewährt, die ihrer Zweckbestimmung nach Erwerbseinkommen ersetzen, z. B. Arbeitslosengeld I, Teilarbeitslosengeld, Krankengeld, Renten etc., werden sie auf das den 300 Euro übersteigenden Teil des Elterngeldes angerechnet. Bei Mehrlingen erhöht sich der anrechnungsfreie Betrag um je 300 Euro für das zweite und jedes weitere Kind.

 

Festlegung des Bezugszeitraums:
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Die Eltern können selbst entscheiden, wer für welchen Zeitraum das Elterngeld in Anspruch nimmt. Es kann von einem Elternteil alleine, im Wechsel oder auch gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Die Entscheidung ist im "Antrag auf Elterngeld" zu treffen und verbindlich; sie kann nur in Fällen besonderer Härte, z. B. durch schwere Krankheit, Schwerbehinderung oder Tod eines Elternteils oder eines Kindes oder bei erheblich gefährdeter wirtschaftlicher Existenz der Eltern, bis zum Ende des Bezugszeitraums geändert werden.

 


Sie haben die Möglichkeit, Ihren Antrag in unseren Dienststellen des Bürgerservicebüros des Landkreises Havelland in Rathenow, Nauen und Falkensee sowie im zuständigen Fachamt zu stellen.

Die Antragsformulare liegen im Bürgerservicebüro vor.

Link zum Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen, Jugend:

www.bmfsfj.de

Gebühren

  • gebührenfrei

Benötigte Unterlagen

  • Antragsformular, ausgefüllt und unterschrieben von beiden Elternteilen,
  • gültiger Personalausweis von beiden Elternteilen (in Kopie),
  • Geburtsbescheinigung für Elterngeld (im Original),
  • monatliche Lohn-/Gehaltsbescheinigungen (einzeln, keine Jahresaufrechnung) der letzten 12 Monate vor Geburt des Kindes (Vater) bzw. vor Beginn Mutterschutz (Mutter),
  • bei Selbständigkeit: letzter Einkommenssteuerbescheid (Kalenderjahr vor Geburt) oder Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder BWA,
  • Steuer-Identifikationsnummer (11-stellig),
  • Bankverbindung (als IBAN & BIC-Nummer),
  • Bescheinigung der Krankenkasse über die Zahlung von Mutterschaftsgeld bzw. Negativbescheinigung, wenn kein Mutterschaftsgeld gezahlt wurde,
  • Erklärung zum Einkommen vom Elternteil 1 und evtl. Elternteil 2,
  • Anlage A - Arbeitgeberbescheinigung (ausgefüllt, abgestempelt und unterschrieben vom Arbeitgeber),
  • Anlage B - für Selbständige,
  • evtl. Meldebescheinigung vom Einwohnermeldeamt, wenn weitere Kinder unter 3 Jahre im Haushalt leben (für Geschwisterbonus),
  • evtl. Erklärung für Alleinerziehende,
  • evtl. weitere Unterlagen, je nach Einzelfall.

Formulare