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Landrat lernt engagierte Nauener kennen

Landrat Roger Lewandowski besuchte am Donnerstag, den 12. September 2019, die Stadt Nauen. Sieben Stationen standen dabei auf dem Plan.

Landrat Roger Lewandowski besuchte am Donnerstag, den 12. September 2019, die Stadt Nauen. Sieben Stationen standen dabei auf dem Plan, begleitet wurde der Landrat vom Nauener Bürgermeister Manuel Meger.

Zum Auftakt ging es zur Firma Metallbau G&P im Nauener Ortsteil Groß Behnitz. Dort tauschte sich Landrat Lewandowski mit den Geschäftsführern Burghard Günnel und Axel Piotrowski zur Situation des Handwerks und der Fachkräftegewinnung aus. Das Unternehmen fertigt unter anderem Zaunanlagen, Schiebetore, Tür- und Fenstergitter sowie Treppen mit Geländer.

Landrat zu Gast in Jugendeinrichtungen

Nächste Station war die Kita „Sonnenschein“, ebenfalls in Groß Behnitz. Im Februar dieses Jahres begann dort der Betrieb des neuen Kita-Hauses, das Platz für 41 Kinder bietet. Anschließend wurde das alte Haus saniert, das nun ebenfalls wieder in Betrieb ist. Träger der Kita ist die Die Kinderwelt GmbH, die Leitung über beide Häuser hat Ulrike Koske.

Sein Ortsbesuch führte Landrat Roger Lewandowski dann weiter zum Nauener Goethe-Gymnasium, welches in der Vergangenheit auch mit Kreismitteln erweitert wurde. Dieses trägt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, was Schulleiter Wieland Breuer sehr wichtig ist. Rund 600 Schüler lernen derzeit an dem Gymnasium. Sie werden von 44 Lehrkräften unterrichtet.

In der Fazenda „Gut Neuhof“ in Markee stehen junge Menschen mit Suchthintergrund im Mittelpunkt. Sie gehört zur Bewegung der Fazendas de Esperanca in Brasilien. Das Ziel ist dabei, die betroffenen Menschen – durch das Leben und Arbeiten auf der Basis eines an christliche Grundwerte ausgerichteten Alltags in der Gemeinde – wieder die Eingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen. „Dank der Unterstützung seitens der Fazenda wird den jungen Menschen ermöglicht, ihre Sucht zu bekämpfen. Meinen herzlichen Dank dafür“, sagt Landrat Lewandowski.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Engagiert in Sachen Heimatgeschichte ist der Verein Nauener Heimatfreunde 1990, den der Landrat als nächstes besuchte. Der Verein sitzt seit September 2018 im Nauener Richart-Hof und hat sich der Aufgabe verschrieben, das geschichtliche Erbe der Stadt zu bewahren. Bereits seit 2007 zeigen die Nauener Heimatfreunde dazu Besuchern die Altstadt und führen kostümiert an historisch bedeutsamen Orten Szenenspiele auf. Fachkundige Führungen durch die Rundfunksendestation gehören ebenso zum Angebot der Vereinsmitglieder, die außerdem das Heimatarchiv verwalten.

Ebenfalls mit der Geschichte befasst sich der Semnonenbund Nauen. Der 2002 gegründete Verein hat derzeit rund 60 Mitglieder und befasst sich mit der Geschichte der Semnonen (die Semnonen waren ein Stammvolk der elbgermanischen Sueben; Sueben waren wiederum eine Stammesgruppe germanischer Völker). Er hält Vorträge in Schulen oder lädt Klassen ein, um etwa Handwerkstechniken der Semnonen zu zeigen. Zudem plant der Verein die teilweise Rekonstruktion einer frühgeschichtlichen Siedlung.

Zum Abschluss seines Ortsbesuches war Landrat Roger Lewandowski zu Gast bei der Schützengilde zu Nauen. Diese besteht schon seit dem Jahr 1704 und pflegt seither das traditionelle Brauchtum. Der Verein richtet verschiedene Wettkämpfe aus und war auch schon des Öfteren mit Sportlern bei Landesmeisterschaften vertreten.