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Landrat startet diesjährige Ortsbesuche in Premnitz

Seine jährlichen Ortsbesuche in den Kommunen des Havellandes hat Landrat Roger Lewandowski in diesem Jahr in der Stadt Premnitz begonnen. Gemeinsam mit Bürgermeister Ralf Tebling besuchte er dabei verschiedene Stationen.

Seine jährlichen Ortsbesuche in den Kommunen des Havellandes hat Landrat Roger Lewandowski in diesem Jahr in der Stadt Premnitz begonnen. Gemeinsam mit Bürgermeister Ralf Tebling besuchte er dabei verschiedene Stationen.

So besichtigten die beiden etwa ein neues dreigeschossiges Wohnhaus der Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft in der Heinrich-Heine-Straße, das kurz vor der Fertigstellung steht. Zwölf barrierefreie Wohneinheiten wird dieses beinhalten, die alle mit einem Aufzug zu erreichen sind. Die 2- und 3-Raum-Wohnungen sind 55 bzw. 74 Quadratmeter groß.

Gebaut wird und wurde auch an der Grundschule „Am Dachsberg“, welche sich der Landrat während eines Austausches mit der Schulleitung ebenfalls ansah. Der Anbau für den Hortbereich, der in den Jahren 2018 und 2019 für rund 1,2 Millionen Euro gebaut wurde, enthält sechs neue Horträume sowie einen Fahrstuhl. Erst vor wenigen Tagen fertig geworden sind die neuen Sportanlagen auf dem Sportplatz. Seit März dieses Jahres sind dort eine 60-Meter-Sprintstrecke mit drei Bahnen, eine 150-Meter-Rundlaufstrecke mit zwei Bahnen sowie ein rund 1000 Quadratmeter großes Multispielfeld mit Fußballtoren und einer Volleyballanlage entstanden. Auch ein etwa 500 Quadratmeter großes Kunstrasenfeld gibt es jetzt. Noch im Bau befindet sich der Anbau an der Nordseite der Grundschule. Dort entstehen für gut 800.000 Euro bis Jahresende vier neue Klassenräume, ein Sanitärraum, ein Lehrerzimmer sowie eine Lehrküche.

Eine weitere Station des Ortsbesuches war der Besuch der Neue Energien Premnitz GmbH. Diese hat ihren Sitz im November 2019 offiziell in den Industriepark Premnitz verlegt, möchte dort auf dem zwölf Hektar großen Grundstück der ehemaligen Viskosefabrik den Betrieb aufnehmen und investiert dazu rund 80 Millionen Euro. Das Unternehmen möchte in Premnitz mit neuen Technologien nicht recyclingfähige Wertstoffe und Stoffgemische verwerten. Dazu sollen unter anderem Gewerbe- und Industrieabfälle umweltverträglich, insbesondere durch thermische Behandlung, bearbeitet werden. Zudem sind die Erzeugung von Prozesswärme sowie die Umwandlung und Nutzung von Energie und deren Speicherung vorgesehen.

Herstellung von grünem Wasserstoff geplant

Auch die Tochtergesellschaft Richter Recycling GmbH zieht von Geltow nach Premnitz um, die Bauarbeiten hierzu laufen bereits seit 2020. In diesem Rahmen entstehen 48 Arbeitsplätze. Außerdem ist der Bau einer neuartigen Verbrennungsanlage zur Herstellung von „grünem Wasserstoff“ vorgesehen. Geplanter Produktionsbeginn hierfür ist 2023. Dann sollen bis zu 250 Mitarbeiter beschäftigt werden. „Ich begrüße das Vorhaben ausdrücklich“, sagt Landrat Roger Lewandowski zu den Plänen der Neue Energien Premnitz GmbH. „Der grüne Wasserstoff ist ein Energieträger der Zukunft und unverzichtbar für das Erreichen unserer Klimaziele.“ Er hebt zudem die ökologischen und ökonomischen Vorteile des Produktionsprozesses heraus: „So wird beispielsweise die Deponierung von Abfällen reduziert, weil im Verfahren der größte Teil der Stoffe in neue Produkte umgesetzt wird. Darüber hinaus freut es mich, dass neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.“

Während des Besuches der Stadt Premnitz war der Landrat auch zu Gast beim Kleingartenverein „Am kleinen Fenn“, der am 9. Juli 2021 sein 40-jähriges Bestehen feierte. Der Verein um seinen Vorsitzenden Mirko Haisch hat derzeit 37 Pächter und Parzellen in der Größe von 280 bis 422 Quadratmeter. Letzte Station des Ortsbesuches war dann die Freiwillige Feuerwehr Premnitz. Diese hat aktuell 73 aktive Kameradinnen und Kameraden, eine Jugendfeuerwehreinheit mit 24 Jungen und acht Mädchen sowie eine Alters- und Ehrenabteilung mit 20 Kameradinnen und Kameraden. Ortswehrführer ist Tobias Bärmann.